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Die Nutzung und Zufriedenheit mit einem Gebäude oder einer Anlage basieren vor allem auf deren „nutzerfreundlichen“ Qualitäten. Unterschiedliche Verfahren können zu einer nutzer- bzw. nutzungsorientierten Planung und Gestaltung von Gebäuden und Anlagen beitragen. Die Anwendung dieser kann sich ergänzen.

Meist wird die Planung und Gestaltung von Gebäuden und Anlagen dem Gestaltungsexperten bzw. Architekten und seinen ästhetischen und funktionellen Vorstellungen bezüglich der zu bauenden Umwelt überlassen. Dabei wird übersehen, dass die Akzeptanz von Seiten der Bevölkerung und die Nutzung der gebauten Umwelt ganz entscheidend von den nutzerorientierten Qualitäten der Anlage bzw. dem Gebäude abhängt.

Was ist Architektur- und Wohnpsychologie?

Architekturpsychologie beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen in planvoll entworfenen und hergestellten Räumen. Psychologische Forschung beginnt stets mit einer systematischen Beschreibung von Erlebens- und Verhaltensweisen, die man erklären, verstehen, vorhersagen und beeinflussen möchte.

Hier ein paar Beispiele:

  • Warum fällt es schwer, sich in einem großen Gebäude zu orientieren?
  • Welche Wirkung möchte ich mit der Gestaltung meiner Praxisräume/Warteräume bei meinen KlientInnen erzielen?
  • Welcher Entwurf eines Zubaus entspricht mehr den Bedürfnissen der NutzerInnen?
  • Welche Grundrisse bei (Studenten-) Wohnheimen sind förderlicher für das soziale Miteinander?
  • Wie kann die Wegfindung erleichtert werden?
  • Wie kann in (Großraum-) Büroumwelten Privatheit und soziale Regulation gefördert werden?
  • Welchen Einfluss hat das Wohnumfeld auf meine Wohnqualität?
  • Wie kann ich meine Freiflächen (Terasse, Balkon, Garten) gestalten um mehr Privatheit zu erleben?
  • Wie kann ich mich in meinen 4 Wänden noch besser erholen?

Mit der Beantwortung solcher Fragestellungen befasst sich die Architekturpsychologie. Das Ziel der Architekturpsychologie ist, mit den psychologischen Erkenntnissen dazu beizutragen, dass optimale Umwelten entstehen und ungünstige Umweltbedingungen vermieden oder beseitigt werden und an deren Stelle etwas Besseres gesetzt wird.

In der wohnpsychologischen Beratung als Teildisziplin der Architekturpsychologie werden Ihre individuellen Wohn-Bedürfnisse und wie diese in Ihrer Wohnung/ ihrem Haus Raum finden analysiert.

Langfristig betrachtet verbessert eine optimale Mensch-Umwelt-Beziehung die Lebensqualität der Menschen bzw. NutzerInnen.

Zielgruppen

  • Wohnende, Wohnungssuchende (individuelle Wohnberatung)
  • Planende
  • Verwaltungseinrichtungen
  • Betreiber von Wohnheimen (ältere Menschen, Jugendliche, etc.)
  • Gesundheitseinrichtungen
  • Bauträger
  • Baugenossenschaften

Seminare

Im Rahmen einer Weiterbildung können Sie die wichtigsten Grundkenntnisse und Anwendungsbereiche der Wohn- und Architekturpsychologie erwerben. Auf Anfrage erfahren Sie mehr über die genauen Seminarinhalte und Rahmenbedingungen.